Tag: Arcoplexus

  • Buchbesprechung “Deutsche Exilanten”

    Podcast von Arcoplexus zum Buch “Deutsche Exilanten an der Cรดte d’Azur” von Klaus Kampe. Das Werk dokumentiert das bewegte Leben deutscher Exilanten an der Cรดte dโ€™Azur wรคhrend der 1930er Jahre. Im Fokus stehen Zufluchtsorte wie Sanary-sur-Mer und Nizza, wo bedeutende Intellektuelle wie Thomas Mann, Lion Feuchtwanger und Hannah Arendt versuchten, ihre kulturelle Identitรคt gegen das NS-Regime zu verteidigen. Die Texte beleuchten zudem die mutigen Rettungsaktionen von Varian Fry in Marseille sowie die kรผnstlerische Arbeit des Fotografen Walter Bondy. Neben literarischen Analysen und historischen Fakten flieรŸen persรถnliche Anekdoten und fiktive Dialoge ein, die das Spannungsfeld zwischen mediterraner Idylle und existenzieller Bedrohung spรผrbar machen. Letztlich dient das Buch als Hommage an die schรถpferische Kraft einer Generation, die trotz Verfolgung und Internierung an Humanismus und Freiheit festhielt. Es verbindet dabei die historische Spurensuche mit dem kollektiven Gedรคchtnis einer verlorenen Welt. Zum Buch:


    Deutsche Exilanten an der Cรดte d'Azur von Klaus Kampe
    Deutsche Exilanten an der Cรดte d'Azur von Klaus Kampe
    Deutsche Exilanten an der Cรดte d'Azur von Klaus Kampe
    Deutsche Exilanten an der Cรดte d'Azur von Klaus Kampe
    Deutsche Exilanten an der Cรดte d'Azur von Klaus Kampe

  • Salzburg 2 – Arcoplexus – Eine Hymne an die Kunst

    Ein Reich ist zerfallen. Ein Thron ist gestรผrzt. Ein Volk ringt in Hunger und Zerrissenheit. Nichts Bestehendes bleibt in alten Kreisen. Und dennoch: aus dem Chaos erhebt sich ein neuer Anfang. Was bleibt, wenn alles andere vergeht? Nicht die Macht. Nicht die Krone. Nicht das Heer. Es bleibt die Kunst. Darum ruft Salzburg: Nicht als Stadt der Vergangenheit, sondern als Symbol der Wiedergeburt. Hier, wo Mozart geboren wurde, soll der Geist Europas zu sich selbst finden. Das Festspielhaus ist nicht bloรŸ ein Bau aus Stein. Es ist ein Ort der Sammlung. Ein Ort der Wandlung. Ein Ort, wo das Volk sich selbst erkennt. Mozart, der รผber den Grenzen stand, Mozart, der das Menschliche zur Musik erhob, er soll die Stimme sein, die uns รผber Not und Trรผmmer hinausfรผhrt. Wir grรผnden keine neue Monarchie, kein Reich der Gewalt, sondern ein Reich des Geistes, das Reich der Kunst. So mรถge Salzburg zur Bรผhne Europas werden โ€“ nicht fรผr den Glanz der Mรคchtigen, sondern fรผr die Wรผrde der Menschheit. Hier soll ein Fest erstehen, das in der dunkelsten Stunde Licht gibt, das den Menschen erhebt, das das Chaos in Harmonie verwandelt. Und dieses Fest trรคgt einen Namen: Mozart.

    Salzburg 2

    Arcoplexus|00:04/03:46

  • Gerechtigkeit

    Strophe I (Bรผchner) Friede den Hรผtten! โ€“ Krieg den Palรคsten! Hรถrt ihr das Stรถhnen der Erde, die Stimmen der Knechte? Das Blut rinnt in Furchen, doch die Herren speisen weiter. ReiรŸt die Masken vom Antlitz, der Gerechtigkeit ihr kaltes, steinernes Gesicht! Refrain (beide, streitend) Gerechtigkeit! โ€“ ein Schwert, das rostet. Gerechtigkeit! โ€“ ein Feuer, das frisst. Zwischen Hรผtte und Palast, zwischen Kohlhaas und dem Fรผrst, wer hรคlt das MaรŸ? Wer bricht den Bann? Strophe II (Kleist) Hรถre, Bรผchner! Ich kenne den Mann, der Recht verlangte โ€“ Michael Kohlhaas, ein Hรคndler von Pferden, so schlicht, so redlich โ€“ und doch in Brand gesetzt von Unrecht. Er griff zur Fackel, weil das Gericht schwieg. Sag mir, Georg, wo endet Recht, wo beginnt die Rache? Strophe III (Bรผchner, antwortend) Kleist, du siehst den Einzelnen brennen, doch ich hรถre das Volk schreien. Nicht ein Mann, ein Heer von Hungernden, nicht ein Pferd, tausend Seelen, und jeder Palast ein Kerker. Kohlhaas ist nicht der Einzelne โ€“ er ist die Saat, die im Zorn aufgeht. Bridge (Disput, wechselnd) Kleist: Recht ohne Gesetz ist Tyrannei. Bรผchner: Gesetz ohne Recht ist Gewalt. Kleist: Der Mensch darf nicht Richter im eigenen Streit sein! Bรผchner: Das Volk ist der Richter, wenn kein anderes Gericht mehr spricht. Refrain (beide, nun vereint im Streitgesang) Gerechtigkeit! โ€“ ein Schwert, das rostet. Gerechtigkeit! โ€“ ein Feuer, das frisst. Zwischen Hรผtte und Palast, zwischen Kohlhaas und dem Fรผrst, das MaรŸ zerbricht โ€“ doch die Glut verlischt nicht. Outro (Bรผchner) Friede den Hรผtten! โ€“ Krieg den Palรคsten! Die Worte sind Pfeile, die Wahrheit ein Donner. Und im Streit der Dichter glรผht ein einziger Ruf: Gerechtigkeit!