La photo montre Jean-Michel Jarre, musicien, compositeur et producteur de musique franรงais de renommรฉe mondiale, dans son studio.
Jean-Michel Jarre :
“Jโai entendu parler de Can trรจs tรดt et jโai suivi ce quโils faisaient. En Allemagne, les musiciens de krautrock se connaissaient au moins entre eux ; en France, jโรฉtais complรจtement isolรฉ. Je nโavais quโun petit groupe de personnes avec qui รฉchanger des idรฉes, autour duquel gravitait Pierre Schaeffer. Mais mรชme au sein de ce groupe, nous รฉtions trรจs franรงais, travaillant chacun de notre cรดtรฉ, chacun pour soi โ une faรงon assez arrogante de travailler. Nous nโavions aucune idรฉe de ce qui se passait dans la rue devant notre porte, sans parler du reste du monde. Le message รฉtait : nous connaissons la vรฉritรฉ ; tous les autres sont ignorants, ils ne font que produire de la camelote. Au bout de deux ou trois ans, jโai voulu mโen aller. Pierre Schaeffer mโa dit : ยซ Arrรชte de perdre ton temps prรฉcieux avec ces absurditรฉs. ยป
Je me disputais constamment avec ces รฉlitistes, en leur disant : ยซ Regardez dehors ! On fait de la musique nouvelle et passionnante en Allemagne, et Soft Machine et Pink Floyd travaillent sur des sons incroyables au Royaume-Uni. Ils sโintรฉressent tous ร des choses que vous ne faites que romancer intellectuellement. Et je veux rassembler tout รงa ! ยป Mais รงa ne les intรฉressait pas. Cโest pour รงa que jโai fini par me lancer tout seul, au bout de trois ans, pour combler ce fossรฉ entre la musique expรฉrimentale et la pop.”
Words like violence Break the silence Come crashing in Into my little world Painful to me Pierce right through me Can’t you understand? Oh, my little girl All I ever wanted All I ever needed Is here in my arms Words are very unnecessary They can only do harm Vows are spoken To be broken Feelings are intense Words are trivial Pleasures remain So does the pain Words are meaningless And forgettable All I ever wanted All I ever needed Is here in my arms Words are very unnecessary They can only do harm All I ever wanted All I ever needed Is here in my arms Words are very unnecessary They can only do harm All I ever wanted All I ever needed Is here in my arms Words are very unnecessary They can only do harm
Des mots comme la violence Brisent le silence Font irruption Dans mon petit monde Me font souffrir Me transpercent Ne comprends-tu pas ? Oh, ma petite fille Tout ce que j’ai toujours voulu Tout ce dont j’ai toujours eu besoin Est ici, dans mes bras Les mots sont inutiles Ils ne font que du mal Les promesses sont faites Pour รชtre rompues Les sentiments sont intenses Les mots sont insignifiants Les plaisirs restent Tout comme la douleur Les mots sont dรฉnuรฉs de sens Et oubliables Tout ce que j’ai toujours voulu Tout ce dont j’ai toujours eu besoin Est ici, dans mes bras Les mots sont vraiment inutiles Ils ne peuvent que faire du mal Tout ce que j’ai toujours voulu Tout ce dont j’ai toujours eu besoin Est ici, dans mes bras Les mots sont vraiment inutiles Ils ne peuvent que faire du mal Tout ce que j’ai toujours voulu Tout ce dont j’ai toujours eu besoin Est ici, dans mes bras Les mots sont vraiment inutiles Ils ne peuvent que faire du mal
Ein Reich ist zerfallen. Ein Thron ist gestรผrzt. Ein Volk ringt in Hunger und Zerrissenheit. Nichts Bestehendes bleibt in alten Kreisen. Und dennoch: aus dem Chaos erhebt sich ein neuer Anfang. Was bleibt, wenn alles andere vergeht? Nicht die Macht. Nicht die Krone. Nicht das Heer. Es bleibt die Kunst. Darum ruft Salzburg: Nicht als Stadt der Vergangenheit, sondern als Symbol der Wiedergeburt. Hier, wo Mozart geboren wurde, soll der Geist Europas zu sich selbst finden. Das Festspielhaus ist nicht bloร ein Bau aus Stein. Es ist ein Ort der Sammlung. Ein Ort der Wandlung. Ein Ort, wo das Volk sich selbst erkennt. Mozart, der รผber den Grenzen stand, Mozart, der das Menschliche zur Musik erhob, er soll die Stimme sein, die uns รผber Not und Trรผmmer hinausfรผhrt. Wir grรผnden keine neue Monarchie, kein Reich der Gewalt, sondern ein Reich des Geistes, das Reich der Kunst. So mรถge Salzburg zur Bรผhne Europas werden โ nicht fรผr den Glanz der Mรคchtigen, sondern fรผr die Wรผrde der Menschheit. Hier soll ein Fest erstehen, das in der dunkelsten Stunde Licht gibt, das den Menschen erhebt, das das Chaos in Harmonie verwandelt. Und dieses Fest trรคgt einen Namen: Mozart.
Strophe I (Bรผchner) Friede den Hรผtten! โ Krieg den Palรคsten! Hรถrt ihr das Stรถhnen der Erde, die Stimmen der Knechte? Das Blut rinnt in Furchen, doch die Herren speisen weiter. Reiรt die Masken vom Antlitz, der Gerechtigkeit ihr kaltes, steinernes Gesicht! Refrain (beide, streitend) Gerechtigkeit! โ ein Schwert, das rostet. Gerechtigkeit! โ ein Feuer, das frisst. Zwischen Hรผtte und Palast, zwischen Kohlhaas und dem Fรผrst, wer hรคlt das Maร? Wer bricht den Bann? Strophe II (Kleist) Hรถre, Bรผchner! Ich kenne den Mann, der Recht verlangte โ Michael Kohlhaas, ein Hรคndler von Pferden, so schlicht, so redlich โ und doch in Brand gesetzt von Unrecht. Er griff zur Fackel, weil das Gericht schwieg. Sag mir, Georg, wo endet Recht, wo beginnt die Rache? Strophe III (Bรผchner, antwortend) Kleist, du siehst den Einzelnen brennen, doch ich hรถre das Volk schreien. Nicht ein Mann, ein Heer von Hungernden, nicht ein Pferd, tausend Seelen, und jeder Palast ein Kerker. Kohlhaas ist nicht der Einzelne โ er ist die Saat, die im Zorn aufgeht. Bridge (Disput, wechselnd) Kleist: Recht ohne Gesetz ist Tyrannei. Bรผchner: Gesetz ohne Recht ist Gewalt. Kleist: Der Mensch darf nicht Richter im eigenen Streit sein! Bรผchner: Das Volk ist der Richter, wenn kein anderes Gericht mehr spricht. Refrain (beide, nun vereint im Streitgesang) Gerechtigkeit! โ ein Schwert, das rostet. Gerechtigkeit! โ ein Feuer, das frisst. Zwischen Hรผtte und Palast, zwischen Kohlhaas und dem Fรผrst, das Maร zerbricht โ doch die Glut verlischt nicht. Outro (Bรผchner) Friede den Hรผtten! โ Krieg den Palรคsten! Die Worte sind Pfeile, die Wahrheit ein Donner. Und im Streit der Dichter glรผht ein einziger Ruf: Gerechtigkeit!
Radio Nice Club presents an extraordinary song by Arcoplexus: in impressive song form, a debate unfolds between four personalities โ doctor Friedrich Pirna, lawyer Jรผrgen Mรผller, peace activist Rainer Braun and musician Jens Fischer Rodrian. The focus is on the topic of responsibility, examined from four very different perspectives. A musical dialogue that inspires reflection.
This song has been produced in both German and English.
Radio Nice Club prรคsentiert einen auรergewรถhnlichen Song von Arcoplexus: In eindrucksvoller Liedform entfaltet sich ein Streitgesprรคch zwischen vier Persรถnlichkeiten โ dem Arzt Friedrich Pirna, dem Anwalt Jรผrgen Mรผller, dem Friedensaktivisten Rainer Braun und dem Musiker Jens Fischer Rodrian. Im Zentrum steht das Thema Verantwortung, beleuchtet aus vier ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Ein musikalischer Dialog, der zum Nachdenken anregt.
Dieser Song ist einmal in deutscher und einmal in englischer Sprache produziert.
Text:
Es war ein spรคtsommerlicher Abend, als sich vier Mรคnner in einer kleinen, hell erleuchteten Bibliothek trafen. Zwischen Regalen voller Bรผcher, die von Medizin, Recht, Musik und Politik erzรคhlten, begann ein Streitgesprรคch, das weit mehr als nur persรถnliche Positionen spiegelte: Es war ein Mikrokosmos der gegenwรคrtigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen.
Der Arzt Friedrich Pirna ergriff als Erster das Wort. Sein Anliegen war die Gesundheit โ nicht nur des Einzelnen, sondern der gesamten Gesellschaft. Mit kรผhler Prรคzision argumentierte er: โWir dรผrfen den Begriff der Verantwortung nicht verengen. Medizin heiรt nicht nur Krankheit zu behandeln, sondern auch die sozialen und psychischen Ursachen zu verstehen. Wer heute schweigt, macht sich mitschuldig an den Krisen von morgen.โ Pirna pochte auf Aufklรคrung und Rationalitรคt, warnte vor populistischen Verkรผrzungen und der Verdrรคngung wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Der Anwalt Jรผrgen Mรผller nickte kaum merklich, setzte jedoch einen Kontrapunkt. Fรผr ihn war das Fundament jeder Debatte das Recht. โWir kรถnnen noch so viele Ideale beschwรถren โ ohne die Sicherung durch Rechtsstaatlichkeit bleibt alles hohl. Jede noch so berechtigte Bewegung droht zu scheitern, wenn sie das Fundament des Rechts nicht achtet. Nur das Recht schรผtzt vor Willkรผr.โ Mรผller erinnerte an die historische Erfahrung, dass Gesellschaften ohne rechtliche Schranken schnell in autoritรคre Versuchungen abgleiten.
Der Friedensaktivist Rainer Braun lieร sich davon nicht einschรผchtern. Seine Stimme war leidenschaftlich, getragen von Jahrzehnten im Kampf gegen Aufrรผstung und Gewalt. โIhr redet von Regeln und Verantwortung โ ich rede vom nackten รberleben. Was nรผtzen uns Paragrafen, wenn Raketen in Minuten das Leben von Millionen zerstรถren kรถnnen? Frieden ist die erste Bedingung von allem anderen. Wer ihn nicht aktiv verteidigt, verteidigt gar nichts.โ Braun kritisierte die Machtinteressen der Staaten, die Doppelstandards internationaler Politik und forderte eine radikale Umkehr: weg von militรคrischen Lรถsungen, hin zu Diplomatie und zivilem Widerstand.
Der Musiker Jens Fischer Rodrian schloss schlieรlich den Kreis โ und doch รถffnete er eine andere Dimension. Seine Worte waren weniger Argumente als Bilder, seine Sprache durchzogen von Metaphern. โVielleicht ist unser grรถรtes Problem nicht die Gewalt, sondern die Sprachlosigkeit. Musik kann Brรผcken schlagen, wo Logik scheitert. Aber was nรผtzt Kunst, wenn sie sich ins Private zurรผckzieht? Wir brauchen eine Kultur des Widerstands, eine รsthetik des Friedens, die Herzen berรผhrt, bevor Kรถpfe รผberzeugt sind.โ Er sah sich als รbersetzer, als einer, der Gefรผhle politisch sichtbar machen wollte, ohne in Agitation zu verfallen.
Der Disput wurde heftig, zuweilen persรถnlich. Pirna warf Braun vor, Gefahren der realen Sicherheitslage zu unterschรคtzen. Mรผller erinnerte Rodrian daran, dass Kunst allein keine politischen Institutionen ersetzt. Braun entgegnete, das Recht habe zu oft Kriege legitimiert, und Rodrian wiederum warnte die anderen, nicht nur in abstrakten Formeln zu denken, wรคhrend Menschen bereits an den Rรคndern der Gesellschaft litten.
Und doch blieb am Ende ein Moment der Einigkeit: Alle vier wussten, dass die Gesellschaft nur dann bestehen kรถnne, wenn Medizin, Recht, Frieden und Kultur nicht gegeneinander, sondern miteinander wirken. Ihre Dispute zeigten die Brรผche unserer Zeit โ aber auch, dass gerade im Streit eine produktive Wahrheit liegt.